Zahn-Operation

Tipps für die Zahn-Operation

Eine Zahn-Operation steht bevor. Wie bereiten Sie sich richtig vor? Was muss der Zahnarzt von Ihnen wissen? Worauf sollten Sie nach der Zahn-Operation achten? Das erfahren Sie hier.

Vor der Operation findet ein Vorgespräch in der Zahnarztpraxis statt. Der Zahnarzt macht sich ein Bild vom allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und erläutert, warum ein Eingriff notwendig ist, wie dieser ablaufen wird und welche Risiken vorhanden sind. Das ist eine gute Gelegenheit, um offene Fragen zu Behandlungsalternativen und Bedenken zur grundsätzlichen Notwendigkeit zu klären. Diese am besten vorher zu Hause aufschreiben und zum Gespräch mitbringen. Auch während des Gesprächs sind Notizen hilfreich. Wer sich unsicher fühlt, kann eine vertraute Person mitnehmen.

Wichtig: Allergien und Krankheiten im Vorgespräch abklären

In der Regel bekommt der Patient bereits vorher schriftliche Informationen zum Eingriff und füllt einen Fragebogen zur Krankengeschichte zu Hause aus. „Um Risiken abschätzen und die Operation genau planen zu können, benötigt der Zahnarzt detaillierte Informationen zum Gesundheitszustand des Patienten“, erläutert Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer. „Er muss wissen, ob Allergien bekannt sind, allgemeine Erkrankungen vorliegen und welche Medikamente der Patient einnimmt.“ Der Patient muss den Zahnarzt dabei nicht nur über verschreibungspflichtige Medikamente, sondern auch über freiverkäufliche Präparate informieren. Auch sollten zur Behandlung eventueller Schmerzen nach dem Eingriff nur die verschriebenen Präparate angewendet werden. So kann z.B. die selbstständige Einnahme von Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) eine stärkere Nachblutung auslösen. Grundsätzlich gilt, sich genau an die Vorgaben des Zahnarztes zu halten. Er bestimmt – ggf. in Absprache mit dem Hausarzt – welche Präparate weiter genommen, abgesetzt oder ausgetauscht werden müssen.

Stopp: Rauchen vor und nach der Operation verboten

Rauchen schädigt nicht nur die Lunge und das Herz-Kreislauf-System, sondern auch Zahnfleisch und Zähne. Nikotin und andere Bestandteile stören die Wundheilung. So wird z.B. das Gewebe nicht ausreichend durchblutet und ist nur noch mangelhaft mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Verzögerte Wundheilung, Entzündungen und sogar Gewebeschädigungen können die Folgen sein. Störungen der Wundheilung treten bei Rauchern deutlich häufiger auf als bei Nichtrauchern. Daher sollte bereits vor und natürlich nach einem operativen Eingriff in der Mundhöhle nicht geraucht werden.

  • Im Vorgespräch erklärt Zahnarzt Eingriff ausführlich
  • Patient muss über Erkrankungen, Medikamente und Allergien informieren
  • Medikamente/andere Präparate nach Vorgabe Zahnarzt einnehmen
  • Rauchen stört die Wundheilung

Nach der Zahn-Operation: Das sollten Sie wissen!

Der Eingriff ist überstanden. Gönnen Sie sich nun ausreichend Ruhe und verringern Sie Schwellungen durch Kühlen. Auftretende Komplikationen sollten Sie ernst nehmen!
Die Operation ist gut verlaufen und Sie dürfen nach Hause. Ob und wann ein Patient nach einer Operation wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen kann, entscheidet der Zahnarzt. Je nach Art der Betäubung, der eingesetzten Medikamente sowie der Dauer und Schwere des Eingriffs kann die Reaktionsfähigkeit auch nach der Operation noch beeinträchtigt sein. Am besten eine vertraute Person bitten, den Weg nach Hause zu begleiten. Ein Taxi kann eine Alternative sein. Im Vorgespräch sollte dies mit dem Zahnarzt abgeklärt werden.

Körperliche Anstrengungen möglichst vermeiden

Zu Hause angekommen, sind körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Dazu zählen z. B. Gartenarbeit, schweres Heben, Sport oder Sauna. Bedingt durch meist noch längere Zeit anhaltende Betäubung der operierten Region, sollte auf Essen und heiße Getränke verzichtet werden. Hat der Zahnarzt z. B. die Weisheitszähne entfernt, kann es notwendig sein, eine Krankschreibung auch mal für eine Woche einzuplanen. Auch auf anregende Getränke wie Kaffee oder Alkohol sollten Sie verzichten. Rauchen ist tabu, um die Wundheilung nicht zu gefährden. Weiche Kost wie Suppen oder Püriertes erleichtert das Essen. Ideal: Essen bereits am Vortag vorbereiten. Milch und Milchprodukte sollten möglichst nicht auf der Speisekarte stehen. Bei der Einnahme von Antibiotika müssen die Anwendungshinweise beachtet werden. Kühlpads sollten bereits vorbereitet sein, damit unmittelbar nach dem Eingriff das Kühlen eventuell schon in der Praxis beginnen kann. Dabei das Pad nicht direkt sondern in einem Leintuch eingewickelt auf die Haut legen. Empfehlenswert: Kühlen im Intervall. Das bedeutet, kühlen, pausieren, kühlen, pausieren usw. Es gilt: Vorsicht an noch betäubten Stellen. Hier besteht die Gefahr, dass Sie eine Unterkühlung nicht bemerken.Gegen Schmerzen stellt der Zahnarzt in der Regel ein Rezept für Schmerztabletten, meist Paracetamol oder Ibuprofen, aus. Acetylsalicylsäure (z.B. Aspirin) ist nicht geeignet, da diese die Gefahr für Nachblutungen erhöht.

Was tun bei Komplikationen?

Sollte eine Nachblutung auftreten, ist es ratsam zur Kompression der Wunde auf einen sterilen Tupfer zu beißen. Sterile Tupfer kann der Zahnarzt Ihnen mit nach Hause geben. Auch ein sauberes Stoff- oder Papiertaschentuch kann hierzu verwendet werden. Kühlen in sitzender Position ist weiter sinnvoll. Sollte die Blutung auch nach wiederholten Versuchen, sie zu stillen, nicht aufhören, muss die Zahnarztpraxis aufgesucht werden. Für den Fall, dass die Praxis geschlossen ist, gibt es einen zahnärztlichen Notdienst. Auch zunehmende Schmerzen, die einige Tage nach der Operation einsetzen können, muss der Zahnarzt abklären. Es kann sein, dass eine Infektion oder Wundheilungsstörung vorliegt

  • Begleitperson für Weg nach Hause
  • Gut kühlen, gegen Schmerzen Paracetamol oder Ibuprofen
  • Ruhe gönnen sowie geeignetes Essen und Trinken auswählen
  • Bei Nachblutungen auf Tupfer, Stoff- oder Papiertaschentuch beißen
  • Bei Komplikationen Zahnarzt oder zahnärztlichen Notdienst aufsuchen

Video – Tipps für die Zahn-Operation